Rebarbeiten

Rebschnitt

Das Jahr der Rebe beginnt an milden trockenen Januartagen mit dem Rebschnitt. Die Rebe wird dabei erzogen oder kultiviert, das heisst die Rebe wird je nach dem Alter, dem Kraftzustand und der Holzreife individuell geschnitten. Der starke Wuchs der Rebe wird reguliert, die Ertragfähigkeit gesteuert und die kommende Traubenqualität optimiert. Es werden zwei Fruchtruten und pro Trieb ein Reservezapfen geschnitten.

Anbinden

Die Fruchtruten ragen nun wirr in die Luft. Die Ruten werden in eine möglichst waagrechte Richtung gebogen. Zur Fixierung der Tragruten verwendet man eine spezielle Anbindepistole, mit der die Schnüre oder speziellen Klammern am Bogendraht angebunden werden.

Erlesen

Wenn die Triebe fünf bis zehn Zentimeter lang sind, werden die Reben erlesen. Zu eng stehende oder kümmerliche Triebe werden ausgebrochen, der Ertrag wird reguliert. Die Rebe wird kultiviert und vor unnötigem Nährstoffentzug durch überschüssige Triebe bewahrt. Nach dem Erlesen werden die wachsenden Schosse zwischen die Rebdrähte eingeschlauft und geheftet.

Laubarbeiten

Die Mai- und Juniwärme lässt die Triebe wachsen. Die ersten Laubarbeiten stehen an.
Bald wird der Traubenschuss sichtbar. Mitte Juni blühen die Reben. Das üppige Wachstum der Rebe bereitet dem Winzer viel Arbeit.
Die Geiztriebe unterhalb der Gescheine und die Nebenschosse werden entfernt. Die untersten Blätter werden ausgebrochen, die freihängenden Trauben trocknen nach Nebel oder Regen besser ab. Die Früchte erhalten mehr Sonne und werden bei der Farbbildung und Aromaentwicklung besser gefördert.
Bis zum September laubt man in mehreren Arbeitsgängen aus. Mitte September stellen die untersten Blätter ihre Arbeit ein. Die nun reif werdenden Trauben hängen frei und werden gut besonnt.

Die Bodenpflege und die integrierte Produktion

Die Bearbeitung des Bodens hat zum Ziel, der Rebe möglichst günstige Voraussetzungen für ihr Gedeihen zu schaffen, der Luft- und Wasserhaushalt wird reguliert, ungünstige Bodeneigenschaften werden gemildert und Unkräuter in Zaun gehalten.
Die integrierte Produktion ist aus der Erkenntnis entstanden, dass nicht alles was kreucht und fleucht schädlich ist. Deshalb werden dort wo Schädlinge oder Pilze bekämpft werden müssen, naturnahe Methoden eingesetzt. IP-Produktion braucht Kontrolle, doch im Wissen um die Qualitätssteigerung des Weines nimmt der Rebbauer diese Mehrarbeit in Kauf.


Herbsten

Elf Monate im Jahr arbeiten wir Rebbauern im Rebberg bis zum Herbsten. Wir haben geschnitten, erlesen und aufgebunden, gehackt und....und zeitweise auch gebangt. Im Oktober vergilt uns die Rebe unsere Mühe. Wir lesen die reifen Trauben.

Der Bückiträger trägt die vollen Bückis mit Trauben zum Zuber.

Und dann - freuen wir uns alle!

Winterruhe

Im Rebberg wird es still. Die Blätter an den Stöcken verfärben sich und fallen ab. Der Rebstock hat seine Winterruhe wohl verdient. Die feinen Eisenhalder-Weine reifen im Fass. Freuen wir uns!